Energieeffizienzhaus

Clever bauen – Das Energieeffizienzhaus

In den letzten Jahren wurde immer wieder vom „Energieeffizienzhaus“ gesprochen, doch noch immer ist vielen nicht klar, um was es sich dabei eigentlich genau handelt und wann ein Haus diese Bezeichnung verdient hat. Grundsätzlich stammt der Begriff nämlich nicht aus der Baubranche selbst, sondern die KfW Bank hat den Begriff ins Leben gerufen: Das KfW-Energiehaus 40, 55 und 70 waren die ersten Häuser, die diesen Namen trugen. Außerdem wird der Begriff auch häufig im Kontext mit anderen energieeffizienten Häusern gebraucht, dazu zählen Passivhäuser, Nullemissionshäuser und Niedrigenergiehäuser. Es ist also nur verständlich, dass es oftmals zu Verwirrungen kommt. Dabei ist eine allgemeine Definition recht schnell gefunden – zumindest für die energieeffizienten Häuser.

Das passende Energieeffizienzhaus finden

Grundsätzlich kann man als Energieeffizienzhaus jedes Haus bezeichnen, dass einen sehr geringen Energieverbrauch besitzt. Die Energieeinsparungen werden vor allem durch zwei Faktoren erzielt: Es wird dafür gesorgt, dass die Wärme im Haus bleibt und nicht nach außen dringen kann, was das Heizen stark refuziert und weniger Energie benötigt. Dazu werden natürliche oder synthetische Dämmstoffe in den Außenwänden des Hauses verlegt oder mit Hilfe der Dreifachverglasung die Schwachstelle „Fenster“ beseitigt. Der zweite Faktor ist das Einsetzen sowie die Nutzung von regenerativen Energiequellen: Vor allem Photovoltaikanlagen, aber auch immer öfter Erdwärmepumpen sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Um ein Energieeffizienzhaus tatsächlich klassifizieren zu können muss jedoch ein Blick in die Energieeinsparverordnung (EnEV) geworfen werden: Dort wird ein Heizwärmebedarfs- beziehungsweise Energieverbrauchswert festgelegt und abhängig von der Höhe dieses Wertes kann ein Gebäude in eine bestimmte Kategorie einsortiert werden.

Besitzt ein Gebäude zum Beispiel den Energieverbrauchswert 55, so wird es als „KfW-Energieeffizienzhaus 55“ eingestuft, mit einem Wert von fast Null zählt es hingegen als Passivhaus. Die Kategorien der KfW-Energieeffizienzhäuser sagen somit aus, welche Menge an Energie ein Haus verbrauchen darf: Beim KfW-Energieeffizienzhaus 55 beträgt dieser Wert 55 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Dieser Wert entspricht in etwa 5,5 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr und darf nicht überschritten werden. Vergleicht man diese Werte mit älteren Häusern, so wird sofort klar, warum energieeffiziente Häuser als besonders umweltschonend gelten: Ein durchschnittliches Haus aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts hat ungefähr einen Energieverbrauchswert von 280. Selbst modernere Häuser, die zum Beispiel aus den 1980er Jahren stammen, haben immer noch einen Verbrauchswert von 170. Dies zeigt natürlich, dass innerhalb der letzten Jahrzehnte eine Absenkung der CO2-Emissionen geschafft wurde, aber auch, dass noch immer viele Häuser vergleichsweise viel Energie benötigen.

Ökologisches Denken setzt sich durch

Das Bauen von Energieeffizienzhäuser bringt einige Vorteile, allerdings auch einige Nachteile mit sich, über die Sie sich vor dem Bau informieren sollten: Einer der größten Vorteile ist mit Sicherheit, dass die energieeffizienten Häuser eine hervorragende Förderung erhalten. So gibt es unter anderem von der KfW, aber auch von andren Banken zinsvergünstigte Kredite, wodurch der Bau dieser Art von Haus natürlich extrem attraktiv wird. Hinzu kommen oftmals zusätzliche Förderungen und Zuschüsse von der Bundesregierung, die ebenfalls erkannt hat wie hoch die Einsparungen im Energiebereich sind und wie stark dies die Ökobilanz beeinflusst. Als Nachteil können hingegen die recht hohen Anforderungen angesehen werden, die an ein neues Energieeffizienzhaus gestellt werden. Nur die besten Materialien dürfen verwendet werden, was letztendlich auch dazu führt, dass höhere Kosten als bei einem herkömmlichen Haus entstehen. Da allerdings sowieso nur noch Niedrigenergiehäuser gebaut werden dürfen fallen diese zusätzlichen Kosten immer weniger ins Gewicht.

Mittlerweile müssen neue Häuser nämlich einem gewissen Standard entsprechen und obwohl die Beschreibung eines Niedrigenergiehauses nicht so detailliert ist, wie dies beim Energieeffizienzhaus der Fall ist, muss man trotzdem diverse Details beim Hausbau einplanen. Die Anforderungen liegen in der heutigen Zeit sogar noch unter den Ansprüchen, die für ein KfW-Energieeffizienzhaus 55 erhoben wurden – es dürfen also nicht einmal 55 Kilowattstunden Energie pro Quadratmeter und Jahr verbraucht werden.

Hohe Wohnqualität in umweltbewussten Häusern

Moderne Häuser mit energieeffizienter Bauform schonen jedoch nicht nur die Umwelt und verbessern die Ökobilanz, sondern bieten eine hohe Wohnqualität: Durch die spezielle Dämmung in den Außenwänden wird nicht nur verhindert, dass kalte Luft eindringen und Wärme schwinden kann, sondern der gesamte Wohnraum wird wärmeisoliert. Während ältere Häuser einige „kalte Ecken“ besitzen, in denen es einen Luftzug gibt und die Wärme sich niemals richtig sammeln kann, ist dieses Problem in energieeffizienten Häusern nicht mehr gegeben. Zudem gibt es verbesserte Lüftungssysteme, die die Abwärme wieder aufbereiten und dadurch weitere Energie sparen können – und ganz nebenbei die Atemluft verbessern.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass jede Form des Energieeffizienzhaus sinnvoll ist: Auf lange Sicht lässt sich damit Geld sparen und Sie werden gleichzeitig unabhängiger von Heizöl- und Stromanbietern. Dadurch sind Sie weniger von den Preistreibereien betroffen, die von den Energiefirmen seit Jahren betrieben werden und können nebenbei die Umwelt entlasten und die Wohnqualität erhöhen. Zudem gibt es viele günstige Kredite und Zuschüsse, wodurch das Bauen von Niedrigenergiehäuser auch finanziell attraktiver wird.


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