06.04.2018

Wärmepumpe - 6 Tipps für eine effektive Nutzung

Das Dynahaus nutzt als Heizsystem die Wärmepumpe. In einem unserer vorherigen Beiträge haben wir Ihnen bereits erklärt, wie diese funktioniert und welche Aufgaben die Wärmepumpe im Dynahaus übernimmt. Damit Sie Ihre Wärmepumpe auch effektiv nutzen können, geben wir Ihnen in diesem Blog-Beitrag wichtige Tipps.

Wärmepumpen sind aktuell die effektivsten Heizsysteme. Die Technik der Wärmepumpen stellen besondere Anforderungen, die nicht von allen Heizungsplaner und -installateuren richtig umgesetzt werden können. Dadurch können leicht Fehler entstehen, die zur Folge haben, dass die Wärmepumpen nicht effektiv arbeiten. Mit unseren Tipps erfahren Sie worauf Sie für eine effektive Nutzung des umweltfreundlichen Heizsystems achten müssen.

1. Welche Temperatur soll erreicht werden?

Wärmepumpen kommen ohne Verbrennung aus und können daher die gewünschte Wärme temperaturgenau erzeugen. Klassische Heizungen, bei denen eine Verbrennung stattfindet, werden in der Regel so eingestellt, dass sie auch im Winter Temperaturen von 20 bis 22 Grad erreichen. Die meisten Heizungen sind daher sehr hoch dimensioniert. Wärmepumpen hingegen setzen die Energie aus der Umweltwärme viel genauer und effektiver um. Damit eine Wärmepumpe richtig eingestellt werden kann, sollte daher im Vorfeld überlegt werden, welche Heiztemperaturen überhaupt erreicht werden sollen.

2. Installation vom Fachhandwerker

Was für das Dynahaus natürlich ein selbstverständlicher Punkt ist, ist für eine effektive Nutzung des Heizsystems eine wichtige Voraussetzung. Für die Planung und die Installation der Wärmepumpen ist ein gewisses Knowhow erforderlich. Die Installation eines Heizsystems mit Wärmepumpen sollte daher nur von einem Fachhandwerker durchgeführt werden, der ausreichend Referenzen aufweisen kann.

3. Die Heizkurve richtig einstellen

Die Heizkurve regelt das Anheben bzw. das Absenken der Vorlauftemperatur je nach der Außentemperatur. Das heißt sinkt die Außentemperatur um einen bestimmten Wert, wird die Vorlauftemperatur entsprechend der Heizkurve angehoben.

Für eine effektive Nutzung der Wärmepumpen, sollte die Heizkurve so niedrig und flach wie möglich gehalten werden und gleichzeitig die nötigen Temperaturen erreichen. Die vom Fachmann im Vorfeld vorgenommenen Voreinstellungen, müssen später im Betrieb an realen Nutzungsbedingungen angepasst werden. Wichtigste Werte der Heizkurve sind der Fußpunkt, welcher den Startwert abbildet sowie die Steilheit der Kurve, die beschreibt um wie viel Grad sich die Vorlauftemperatur ändern soll. Für die richtige Einstellung der Kurve sollten Sie folgendes beachten: 

  • Ändern Sie zunächst nur einen Parameter, wobei die Änderungen nur maximal um zehn Prozent zu vorherigen Einstellung abweichen sollten.
  • Führen Sie mehrere Änderungen durch, sollten diese dokumentiert werden, damit Sie schneller die passenden Einstellungen finden.
  • Änderungen sollten an kalten Tagen (Temperaturen unter fünf Grad) ohne intensive Sonneneinstrahlung durchgeführt werden.
  • Wegen der thermischen Trägheit sollten Änderungen über mehrere Tage hinweg beobachtet werden.

Für den effizienten Betrieb der Wärmepumpen ist eine an Heiz- und Nutzungsbedingungen angepasste Einstellung der Heizkurve eine wichtige Voraussetzung.

4. Heizungsanlage muss auf Wärmepumpe abgestimmt sein

Ein sehr hoher und kurzzeitiger Wärmebedarf ist mit dem Heizsystem der Wärmepumpen kaum zu bewältigen. Bei fachgerechter Installation ist dieser Nachteil jedoch kaum spürbar. Wärmepumpen benötigen einen großen Pufferspeicher, der sich über eine längere Zeit thermisch auflädt. Damit das Heizsystem dennoch effektiv arbeitet müssen alle Komponenten aufeinander abgestimmt sein. Hierzu zählen die Wärmepumpe, die Wärmequelle, der Pufferspeicher sowie die eigentliche Wärmenutzung.

5. Der effektive Helfer des Dynahauses

Das Dynahaus ist mit Photovoltaik-Modulen auf dem Dach ausgestattet. Die PV-Anlagen versorgen die Wärmepumpen mit Strom und unterstützen somit auf eine umweltfreundliche Art und Weise die Effektivität der Wärmepumpen. Denn im Gegensatz zu Solarthermie, die Ihre Energie lediglich aus der Sonnenwärme beziehen, nutzen die PV-Solarmodule das Sonnenlicht. Da in vielen Regionen auch die Wintersonne eine hohe Intensität hat, liefern die Module auch an sonnenfreien Tagen Strom. Durch die Reflexion des Schnees kann die Ausbeute des Lichtes zusätzlich gesteigert werden.

Der Sonnenstrom ist noch dazu vielseitig einsetzbar. Wird der Strom also nicht für die Wärmepumpen benötigt, können Sie die PV-Anlagen beispielsweise zum Aufladen Ihres E-Bikes oder Ihres Elektroautos nutzen.

6. Regelmäßige Prüfung des Heizsystems

Damit Sie stets im Blick haben, ob Ihre Wärmepumpenheizung effektiv arbeitet, sollten Sie regelmäßig die Verbrauchsdaten erfassen sowie die Jahresarbeitszahl (JAZ) ermitteln. Die JAZ gibt das Verhältnis der zugeführten Energie zu der genutzten Energie an. Damit ist die JAZ mit der wichtigste Anhaltspunkt für die Effizienz der Wärmepumpen.

Eine regelmäßige Überprüfung der Werte hat den Vorteil, dass mögliche Betriebsfehler schneller auffallen und dadurch schneller behoben werden können. Zu niedrige JAZ-Werte bedeuten, dass die Wärmepumpen nicht effektiv genug arbeiten und mehr zusätzlicher Strom benötigt wird. Mögliche Ursachen für zu geringe Werte sind unter anderem die folgenden Punkte: 

  • Die durchschnittliche Raumtemperatur ist zu hoch.
  • Die Heizkurve ist nicht richtig eingestellt.
  • Der Bedarf an Warmwasser ist zu hoch oder die Wassertemperatur ist zu hoch eingestellt. 

Empfohlen wird die Einstellungen der Heizanlage immer nach der ersten Heizperiode zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Einer effektiven Nutzung der Wärmepumpen im Dynahaus steht somit nichts mehr im Weg.


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